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Auszeit im Alpendorf

Wer hätte das gedacht? Mitten in einem der größten Skigebiete Europas gibt es neben Schneekanonen, Liften und Seilbahnen auch beschauliche Plätzchen, Orte für Momente der Ruhe und des Entspannens. St. Johann mit seinem Alpendorf ist angeschlossen an die Welt Ski amadé, in den Häusern der Familie Höllwart lässt es sich aber, neben Pistenzauber und Après-Ski, auch ganz trefflich „auszeiten“.

 

St. Johann im Pongau, nur 55 km von Salzburg entfernt, ist ein traditioneller Urlaubsort und hat sich auch als Einkaufszentrum in der Region einen Namen gemacht. Unterhalb des weithin sichtbaren Pongauer Doms herrscht im Zentrum lebendiges Treiben, Gasthöfe, Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein. Nur drei Kilometer entfernt entstand Ende der sechziger Jahre das Alpendorf, eine eigenständige Ferieninsel mit gehobener Gastronomie und Hotellerie sowie modernsten Kabinen- und Sesselbahnen zum direkten Einstieg in die Welt Ski amadé. Im Winter steppt hier der Bär, über 1900 Gästebetten beherbergen vorwiegend Gäste aus Deutschland, Belgien, Holland und Österreich. Den Sommer möchte man noch mehr beleben, dafür wurden sogar die Wanderwege begrünt und ausgebaut und eine bunte Sammlung an Ausflugszielen zusammengestellt, in der sich neben der Liechtensteinklamm auch extravagantere Aktivitäten wie Rafting, Bananaboat-Fahren oder Paintball-Spielen anbieten. Das aufstrebende Alpendorf und die Eröffnung der Seilbahn waren Anfang der 70er Grund genug für die Familie Höllwart, den Oberforsthof zu eröffnen, dazu das Hotel Sonnhof, damals geführt als Frühstückspension. Im neuen Jahrtausend wurde umgebaut, die Häuser wurden vorerst VierSterne-, dann Vier-Sterne-Superior-Hotels. Zu diesem Zeitpunkt führten bereits Hildegard und Hans Höllwart die Geschäfte, mittlerweile zählt zum Familienbetrieb auch das Drei-Sterne-Hotel Rothirsch. Hans Höllwart hat in Seefeld sein Handwerk gelernt, ist ausgebildeter Skilehrer und Wirt mit Leib und Seele. Seine Frau Hildegard, so meint er, sei der Kopf und vor allem das Marketinggenie in der familiären Erfolgsgeschichte, die Kinder arbeiten ebenfalls bereits in den Hotels mit, sei es in der Küche oder im Service. Auf den fünften Stern,unter dem der Oberforsthof kurze Zeit geführt wurde, hat Höllwart bewusst verzichtet und die beiden Häuser zwar gemeinsam, aber doch unterschiedlich positioniert. Und einen Golfplatz hat er auch gebaut, das war allerdings sein schwierigstes Unterfangen, wie er launig erzählt. 1998 wurde die Idee am Stammtisch geboren, 2010 begann nach Absolvierung von zahllosen Behördenwegen der Bau, heute hat der 9-LochPlatz rund 600 Mitglieder. Die Wellnessbereiche der beiden Häuser lassen keine Wünsche offen: Ruheräume mit Wasserbetten, Panoramahallenbäder, ein 4000 m2 großer Feng-ShuiGarten mit Naturbadeteich im Oberforsthof und ein beheiztes Freibecken im Sonnhof laden zum Relaxen ein. Paare findet man vermehrt im Sonnhof, kuschelige Kaminecken und spätes Frühstück im Zimmer optimieren die „Zeit zu zweit“. Im Oberforsthof hat man sich viel für Kinder einfallen lassen, Streichelzoo, Spielplatz und ein ambitioniertes Kinderbetreuungsprogramm gönnen den Eltern auch einmal ein paar Stunden für sich. In kulinarischer Hinsicht sind sich die Häuser zwar ähnlich – eingekauft wird zentral, hauptsächlich bei Produzenten aus der Region –, die Küche ist aber dennoch unterschiedlich. Rupert Kocher und sein Team vom Sonnhof legen auf ausgewählte Produkte Wert, der Hirschbraten kommt in exzellenter Qualität und traditionell verfeinert auf den Tisch. Im Oberforsthof verwöhnt Küchenchef Gerhard Steiner, der gerne und viel mit Gewürzen arbeitet, vegane Urlauber mit kreativen Menüs, wie z. B. Karfiol Cous-Cous mit Ras el-Hanout gewürzt, gegrillte Ananas mit Bourbon-Pfeffer oder Falafel mit Minzsauce. In beiden Häusern kann ein All-inclusive-Getränkepaket dazugebucht werden, die Weinkarte ist ordentlich gemischt, erfreulicherweise auch mit vielen heimischen Weinen. Der Teamgeist und die Freude am Arbeiten sind den Höllwarts wichtig, das macht sich auch im Service bemerkbar und an der Zahl der vielen Stammgäste. Gerade im Sommer lässt es sich hier wirklich angenehm zur Ruhe kommen, in den Wäldern wandern, über die Täler walken oder eine der vielen Laufstrecken ausprobieren. Wer sich aber angesichts der mageren Plusgrade doch schon mehr nach Pistengaudi sehnt, ist hier natürlich ebenfalls am rechten Ort – beinahe meint man, mit den Skiern direkt ins Spa gleiten zu können, so nah sind Hotel und Piste beinander. Übrigens: Wer nach dem Sport schon so richtig hungrig ist, wird im Rahmen der Halbpension von 15 bis 17 Uhr mit heimischen, deftigen Schmankerln wie kaltem Schweinbraten, Würsteln oder Guglhupf verwöhnt. Für den Sommer 2016 wünschen sich die Höllwarts über 250 Vollbelegstage. Das Konzept dafür ist jedenfalls in Ordnung, und der bereits gut gebuchte nächste Winter steht ja praktisch schon vor der Tür.

 

HGV Praxis 11/2015: http://www.hotel-gv-praxis.at/fileadmin/hgv/epaper/2015/1115/index.html#24

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